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DEUTSCHLAND > WANDERN: Wir sind dann mal weg

> NEWS

Deutschland im Winter
Schnee in allen Variationen
Die Alpen, das Alpenvorland, das Allgäu und die Mittelgebirge sind wahre Wintersportparadiese.
Die Sportstätten waren schon Schauplätze für Olympische Spiele, Welt- und Europameisterschaften.
Und auch für Freizeitsportler gibt es jede Menge Möglichkeiten aktiv zu werden.


l Skispringen > Deutschland bringt immer wieder international erfolgreiche Skispringer wie Jens
Weißflog, Sven Hannawald oder Martin Schmitt hervor. Die imposantesten Schanzen stehen in
Garmisch-Partenkirchen und Oberstdorf . Willingen (Sauerland) ist stolz auf die größte Großschanze
der Welt. Ganz Mutige können mit dem Skiflyer des Rennsteig Outdoor Center in Steinach/Thüringen
selbst in die Luft gehen: 150 Meter weit geht der „Skiflug“ am Drahtseil in 10 Meter Höhe.
www.roc-team.de, www.gapa.de, www.willingen.de
l Ski alpin > Moderne Liftanlagen und bestens präparierte Pisten, auf denen man teilweise auch
nachts unter Flutlicht ins Tal wedeln kann, sind die besten Voraussetzungen für großen Spaß auf
zwei Brettern oder auf dem Snowboard. Und den gibt es in vielen Gebieten Deutschlands, z. B.
im Süden von Garmisch-Partenkirchen in den Alpen, Schliersee im Alpenvorland und Oberstdorf
im Allgäu über den Feldberg im Schwarzwald, die Wasserkuppe in der Rhön, den Thüringer Wald
bis zum Harz im Norden.
www.skilifte-wasserkuppe.de, www.hochschwarzwald.de
l Skilanglauf> Kilometerlange, gespurte Loipen aller Schwierigkeitsgrade durch verschneite Wälder
führen in den Alpen, dem Alpenvorland und dem Allgäu durch die Regionen Berchtesgadener Land,
Chiemgau und Tölzer Land sowie durch die Mittelgebirge wie Bayrischer Wald, Fichtelgebirge,
Harz, Schwäbische Alb oder Schwarzwald. Da ist für jeden, vom Anfänger bis zum ambitionierten
Freizeitlangläufer, die richtige Strecke dabei.
www.mitterdorf.info, www.skiwelt-schoeneck.de
l Rodeln & Bobfahren> Geschwindigkeitsfreunde rasen im Gäste- oder Taxibob die vereisten
Betonröhren mit bis zu 15 Prozent Gefälle und über 100 km/h hinab. Zur Auswahl stehen die
Bahnen in Altenberg (Erzgebirge), Oberhof im Thüringer Wald, Winterberg (Sauerland), und die
erste Kunsteisbahn der Welt am Königssee.
www.wia-altenberg.de, www.rodelbahn-oberhof.de, www.bobbahn.de, www.weltcup-koenigssee.de
l Biathlon > Deutsche Biathleten, wie derzeit Magdalena Neuner oder Michael Greis, gehören seit
Jahren zur Weltspitze. Auch der Name Fritz Fischer hat einen Klang in der Biathlonwelt. Sein Biathloncamp
ist in der Ruhpoldinger Chiemgau Arena zu Hause. Ebenfalls auf die kleinen schwarzen
Scheiben schießen können Hobby-Biathleten im Activcamp Beer in Altenberg, in Kaltenbrunn im
Werdenfelser Land, sowie im Hohenzollern-Skistadion am Arber im Bayrischen Wald.
www.biathloncamp.de, www.activcamp-beer.de, www.skigau-werdenfels.de




>
PHÄNOMEN WANDERN

> PLANUNG

l Jakobsweg > Digitale Technik hat nun auch die Pilgerschar eingeholt. Wanderer, die in Westfalen unterwegs sind, können unter www.jakobspilger.lwl.org so genannte GPS-Tracks für zwei Routen - Osnabrück, Münster bis Wuppertal und Höxter, Paderborn bis Bochum) kostenlos aktivieren und sich über Handy oder Navi leiten lassen.
l Garmisch-Partenkirchen > Was für die Wege am neuen Wanderweg gilt, soll zugleich auch Motto für die Wanderer sein: "Gedanken bergauf". Unter-brochen von sechs Haupt- und 20 Zwischenstationen geht´s vom Fuß des Hausbergs 1300 Höhenmeter hinauf, innere Ruhe kann man auf den 15 Kilometern über Tafeln finden, auf denen von Psalmen bis Camus-Zitaten vieles Anregende zu lesen ist.
l Murnauer Moos > Weil sie auch Europas größte Moorlandschaft gefahrlos durchqueren wollten, legten die Römer schon vor 2000 Jahren einen Weg durchs Murnauer Moor am Staffelsee an. An ihm orientiert sich der neue 35 Kilometer lange Wanderweg über Murnau, Eschenlohe und Ohlstadt, auf Tafeln werden historische Hintergründe erzählt. Infos: www.dasblaueband.de
l Zoigl-Wanderweg > Zoigl-Bier - gebraut wird es zwischen Fichtelgebirge und Bayerischem Wald in der Oberpfalz, naturtrüb, untergärig, lecker. Seit 1400 wurde die Spezialität in "Kommunenbrauhäusern" vorgekocht und dann von den Dorfbewohnern nach Zahlung von "Kesselgeld" zu Hause verfeinert. 20 Gastwirte halten die Tradition wieder hoch, haben einen Stern als Zoigl-Logo am Gasthaus installiert und entsprechend auch den Weg zu ihnen zum Ziel erklärt: 115 Kilometer ist er lang und kann nun zu Fuß oder mit dem Rad zwischen Waldnaab und Böhmerwald bereist werden. Infos unter www.zoiglinfo.de


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Wir sind dann mal weg...

Urlaub auf Schritt und Tritt
Wandern ist nicht mehr nur des Müllers Lust. Zur neuen Fangemeinde gehören
Comedians genau wie Werber, Steuerberater und Juristen. Die einstige
Volksbewegung ist auf dem besten Weg, für Jung und Alt wieder eine zu werden.

Pack´ die Badehose ein war gestern. Zieh´ die Wanderschuhe an ist heute. Nie zog es so viele Deutsche hinaus in die Natur, fast jeder Zweite hat es zumindest schonmal probiert. Raus aus der Stadt, rein in die Natur ist die Devise. Spätestens seit Hape Kerkelings legendärer Pilgerreise gen Santiago de Compostella ist Wandern endgültig hip, Fremdenverkehrsämter und Veranstalter haben sich längst auf den neuen Trend eingestellt. Ob allein, zu zweit oder in der Gruppe, ob individuell oder pauschal - weltweit gibt es kaum eine Region, die nicht auf Schusters Rappen bereist und erkundet werden könnte. Den Himalaya kann man genau so erwandern wie die Sächsische Schweiz, alte Indianerpfade in den Rocky Mountains oder den geschichten-trächtigen Jakobsweg. Die Gründe für die neue Lust am Wandern liegen auf der Hand: Eins sein mit der Natur ist der ideale Ausgleich zu Alltagsstress und mangelnder Bewegung.



Wanderer werden immer jünger und anspruchsvoller, ermittelte der deutsche Wander-Guru Dr. Rainer Bramer von der Uni Marburg. Der Anteil der 20- bis 39-Jährigen ist in den letzten 20 Jahren um 50 Prozent gestiegen. Was zieht die Menschen plötzlich wieder scharenweise in die freie Natur? Das Ergebnis einer großen Befragung von US-Psychologen war: Für Wanderer ist das Erlebnis, von oben herab ein Tal zu betrachten, das absolut Größte. Am besten noch mit Seen und bewaldeten Hügeln oder einer schönen Parklandschaft, so Bramer. Was kaum jemand weiß: Wandern ist ein sanfter Kalorienkiller. Geht man vier Stunden lang still vor sich hin und trägt dabei knapp 20 Kilogramm Gepäck - der Kalorienverbrauch ist dann fast so hoch, als würde man in dieser Zeit intensiv Rad oder Ski fahren. Eine aktuelle Studie im Auftrag des Deutschen Wanderverbands belegt zudem, dass Wandern immer beliebter wird, weil es "gesund, erholsam und abwechslungsreich" ist. Fast die Hälfte aller 7500 Befragten über 16 Jahre will primär zurück zur Natur; Pilgern ist zwar gerade populär, für die Meisten jedoch nicht der Grund, die Wanderschuhe anzuziehen. Interessant: Fast 60 Prozent der Deutschen gehen regelmäßig meist auf Tagesausflügen über Stock und Stein, 44 Prozent wandern gar nicht. Das Durchschnittsalter der deutschen Naturfreunde liegt bei 47 Jahren, die Altersgruppe zwischen 65 und 74 Jahren stellt das Hauptkontingent aktiver Wanderer.

Wandern kann man überall, in heimatlichen Gefilden genau wie auf fernöstlichen Inseln. Neben der Urlaubsfreude beschert einem die Entdeckung der freien Natur aber noch ein zusätzliches Schmankerl: Fun und Fitness zum Nulltarif. Aber warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Kaum ein anderes Land bietet Wanderern landschaftlich so perfekte Voraussetzungen wie die deutschen Lande. Natur pur zwischen Flensburg und Füssen, Meißen und Mönchengladbach. Mal flaches Land wie am Niederrhein, mal sanfte Hügel wie in Mecklenburg-Vorpommern, mal richtige Berge wie im Berchtesgadener Land. Apropos: Klettersteige liegen voll im Trend. Die Installation neuer Touren wird von Fremdenverkehrsämtern, alpinen Unternehmen und sogar von der EU unterstützt. Als Vorreiter sieht der Deutsche Alpenverein ambitionierte Wanderer, die nicht risikoreich kraxeln, aber doch ein vergleichbares Gefühl erleben möchten. Immer sicherer, immer höher ist das Ziel, ein Klettersteig im österreichischen Dachsteingebiet geht gar über 1200 Höhenmeter. Der erste deutsche wurde übrigens 1893 an der Zugspitze angelegt, inzwischen gibt es in Berchtesgaden sogar Europas erste Klettersteigschule. Sei´s drum, m Zweifel bleibt ja noch die bequeme Alternative: Reitwandern...                                                                   Jochen Bleckmann

l Deutschland auf Schusters Rappen
l Thüringen Knapp 170 Kilometer schlängelt sich der Rennsteig, Deutschlands bekanntester Wanderweg, durch den Thüringer Wald. Vorbei an Burgen und Schlössern gehen die im Schnitt 20 Kilometer langen Tagestouren, gestartet wird in der Lutherstadt Eisenach. Neun Tage bei Eigenanreise ab rund 600 Euro/DZ. Bei Wikinger Reisen, Tel.: 02331/904741, www.wikinger-reisen.de
 
l Markgräfler Land Nicht umsonst schmückt sich das Markgräfler Land zwischen Schwarzwald und Vogesen mit dem Titel „Toskana Deutschlands“. Wer Neuland entdecken möchte, kann dies wandernd rund um Bad Krozingen tun - inklusive Schlemmer-Menü und freiem Eintritt für den Thermenpark. Eine Woche ab rund 400 Euro/DZ. Infos: Kur und Bäder Gmbh, Tel.: 07633/4008-63, www.bad-krozingen.de
 
l Müritz-Nationalpark Die sanft geschwungene Landschaft mit ihren über 100 Seen sind ein Eldorado für Fisch- und Seeadler. Vorbei am Dambeker See bis zu den Havelwiesen gehen die Touren, gewohnt wird in einem restaurierten Bauernhof. Eine Woche bei Eigenanreise ab rund 600 Euro/DZ. Bei Natur&Kultur, Tel.: 07344/921222, www.natur-und-kultur.com
 
l Eifel An Wandern hatten die Römer noch nicht gedacht, als sie die Aquädukte bauten, um das Trinkwasser für Köln aus Nettersheim in der Eifel heran zu schaffen. Heute kann man die knapp 100 Kilometer lange Route lang gehen und die tolle Landschaft und Römer-Relikte betrachten. Infos: Eifelverein, Tel.: 02421/13121, www.eifelverein.de
l Monschau, Gerolstein, Manderscheid - die Eifel mit ihrer vulkanisch geprägten Landschaft kann man am besten über den Eifelsteig erkunden. Mal auf Höhenwegen, mal in Fischtenwäldern und leicht gewellten Ebenen. 15 Touren mit maximal 29 Tageskilometern sind ausgewiesen, Infos bei Eifel Tourismus Prüm, Tel.: 06551-965.60, www.eifelsteig.de 
 
l Spessart Wirtshäuser gibt´s satt im Spessart. Aber auch den 400 Meter hoch gelegenen Eselsweg, einen alten Salz-Transportpfad von Orb nach Miltenberg am Main. Rund 400 Meter hoch geht´s 100 Kilometer durch Wälder und Täler, Start ist in Schlüchtern. Infos: Tourist-Information Spessart-Main-Odenwald, Tel.: 06661/85360, www.wanderungenonline.de/Spessart
 
l Sächsische Schweiz Nach wie vor ist die Sächsische Schweiz ein Paradies für Wanderer. Hinein kommt man am schönsten ab Bad Schandau. Dann weiter ins Elbsandsteingebirge nach Hohenstein und zur Bastei, dem Wahrzeichen der Region. Zurück geht´s über Königstein wieder nach Bad Schandau. Eine Woche ab rund 450 Euro/DZ. Bei cG Touristik, Tel.: 085 36/912297, www.wanderung.de

l Rheinland Nomen est omen: Allein 53 steinalte Gemäuer liegen links und rechts des neuen Rheinburgenweges zwischen Remagen und Bingen. Zum großen Teil verläuft er auf naturbelassenen Wegen und führt dabei auch am größten Kaltwasser-Geysir der Welt vorbei. Romantischer Rhein Tourismus, Tel.: 067 71/95 93 80, www.rheinburgenweg.de

l Zugspitzregion Das Murnauer Moos war über Jahrtausende für Menschen unbegehbar. Erst der römische Kaiser Constinus II. baute befestigte Wege für seine Kohorten. Heute ein 35 Kilometer langer Rundparcours durch Murnau und das Blaue Land, wie geschaffen für Biker und Wanderer mit Blick auf die Zugspitze.Tourismusgemeinschaft Das Blaue Band, Tel.: 08841-6141-0, www.dasblaueband.de

l Gut geplant ist halb gewandert
Wichtig beim Wandern ist natürlich, nicht auf halber Strecke schlapp zu machen. Deshalb möglichst gleichmäßig gehen und bei Anstiegen nicht mit der Spitze aufsetzen, sondern mit dem ganzen Fuß - das schont nicht nur die Wadenmuskeln. Wichtig zudem: das richtige Schuhwerk. Schusters Rappen sollten rutsch- und abriebfest sein und dem Knöchel Schutz und Halt bieten. Rückgrat und Knie werden durch den Gebrauch von Stöcken entlastet - so wrden die Gelenke um rund ein Drittel weniger strapaziert.

l Planung Vor Beginn einer längeren Wanderung unabdinglich: Wetterbericht und Infos über den geplanten Zielort einholen. Ruft der Berg, z.B. unter www.alpenverein.de und www.alpine-auskunft.de 

l Kleidung Auf jeden Fall - neben atmungsaktiver Oberbekleidung - eine regentaugliche, leichte Outdoor-Jacke einpacken. Als Unterwäsche haben sich Kunstfasern bewährt, sie verhindern das Auskühlen.

l Schuhe Wichtig sind feste rutschfeste Schuhe, die den Knöcheln guten Halt geben. Leichte fürs Hügelige, Bergstiefel fürs Gebirge. Obermaterial entweder Leder oder Goretex. Tipp gegen Blasen: Schuhe vorab einlaufen.

l Rucksack Darauf achten, den Rucksack nicht zu sehr zu beladen. Richtwert: maximal ein Viertel des Körpergewichts. Für Tagestouren tut´s auch einer mit 20 bis 30 Liter Volumen. Wichtig: gepolsterte Schulter- und Beckengurte.

l Erste Hilfe Für rund 25 Euro gibt´s ein Erste-Hilfe-Set. Wenn nicht: Heftplaster, Pinzette, Desinfektionsspray und Zeckenzange. Für alle Fälle: „Leatherman“ oder ein „Schweizer Messer“ und Kompass oder GPS.

l Stöcke Zum Wandern reicht ein Stock nach Gusto, Holz oder Leichtmetall. Beim Trekking empfehlen sich stufenlos einstellbare Teleskopstöcke, beim Nordic Walking Stöcke mit Schlaufen und abgerundeten Gummispitzen.

l Karte Um den Überblick zu behalten, sollte die Karte mindestens einen Maßstab von 1:25 000 haben. Streicht man die letzten beiden Nullen weg, ist 1 Zentimeter auf der Karte gleich einem Kilometer draußen.

 

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